Kategorie: Ausstellungen

  • Peter WEVER . Ausstellung 2009

    Peter WEVER . Ausstellung 2009

    Peter WEVER

    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg

    Ausstellung
    24. Sept. bis 7. Nov. 2009

    Menschen und Menschenbilder
    Im Mittelpunkt von Peter Wevers Schaffen steht der Mensch. Liebevoll gezeichnet erleben wir ihn in seiner charmanten Nonchalance. Die Auseinandersetzung mit dem ganz gewöhnlichen selbstgeschaffenen Chaos oder das Hinter-sich-lassen genau dessen sind immer wieder Bildthema. Wir begegnen Einzelnen, wie sie die Hürden etwa von Aktenbergen überwinden, Begegnungen mit den Selbst oder Träumenden in inniger Umarmung, der Welt in einer Badewanne oder unter eimem Schirm entrückt.

    Dieses Wechselspiel zwischen „normalem“ Tagesgesschehen und Entrücktheit teilt sich auch in seinen Landschaften und Stilleben mit. Der Künstler hat keine spektakulären Effekte nötig, sondern erhebt ganz einfache, alltägliche Gegenstände und Szenen zur Poesie. Seine Kunst berührt uns. Sie muß nicht erklärt werden. Wir finden uns ganz unmittelbar in ihr wieder.

    Peter Wever als Bildermacher

    Das Bild-Ergebnis ist dem Künstler oberstes Anliegen. Dabei beschränkt er sich nicht auf eine Technik. Auch die „Reinheit“ der Technik ist ihm nicht so wichtig. Radierung, Kohle- oder Kreidezeichnungt und Malerei überlagern sich durchaus auch in einer Arbeit. Die Möglichkeit, in der Acrylmalerei unbegrenzt Schichten übereinander zu legen und die Disziplin, die die Kaltnadelradierung erfordert, befruchten sich gegenseitig. Das führt zu ganz neuen un unkonventionellen Bildlösungen, die selbstkritisch geprüft und variiert werden, bis das Ergebnis stimmt. Und das kann mitunter Jahre dauern. So ist immer eine Vielzahl an Bildern im Werden.

  • Salvatore MAINARDI . Ausstellung 2009

    Salvatore MAINARDI . Ausstellung 2009

    Salvatore MAINARDI

    5. Coburger Museumsnacht
    MASKEN – MYTHEN – MENSCHENBILDER
    12. September 2009 . 18.00 – 01.00 Uhr

    Ausstellung
    Riesensaal auf Schloss Ehrenburg
    Performances
    im Ehrenhof
    Installation
    im Hofgarten


    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg

    Ausstellung
    14. bis 21. September 2009

    Salvatore MAINARDI
    ist 1954 in Angri nahe Salerno und Neapel geboren. Er besuchte das Kunst-Gymnasium in Salerno. Nach der Übersiedelung nach Basel ließ er sich als Landschaftsgärtner ausbilden. Ab 1977 war er Grafiker bei einem internationalen Großkonzern bei Baden AG. Seit 2016 ist er Kurator der Gemeindegalerie Spreitenbach (CH).

    Seit 1970 stellt er international aus, z.B. in der Schweiz, in Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, in den USA und in Japan.

    Herr der Masken
    Salvatore Mainardi treibt mit surrealen Bild-Objekten und Installationen sein Spiel mit uns. Erhat einen universellen Masken-Typus entwickelt, der zentrales Motiv seiner Kunst ist. In zahllosen Varianten, als Multiple aus Kusntstoff, mit individueller Oberfläche aus Keramik oder umgesetzt in seine Malerei ist die Maske omnipräsent. Einzeln, wie mahnende Rufer, geschichtet und gehäuft wie die bedrängte Menschheit oder im skurrilen Tanz durch die Lüfte segelnd. Was verbirgt sich hinter diesen variablen Schalen menschlicher Gesichter? Sind wir es bis zu einem gewissen Grad nicht selbst?

    Humanistisch geprägt, sehen wir uns selbst als Individuum. Andere nehmen uns vielleicht nur in unserer Rolle, als Teil einer Gruppe oder Gesellschaft wahr. Die Kunst Salvatore Mainardis schöpft aus dieser Wechselseitigkeit der Wahrnehmung. Der Künstler läd ein, hinter die äußere Erscheinung zu blicken und in der Einzigartigkeit jedes Menschen auch uns selbst zu erkennen.

    Museumsnacht
    Mit der Ausstellung wurde die Museumsnacht im Riesensaal auf Schloss Ehrenburg offiziell eröffnet. Als kulinarische Performance wurden die Masken Mainardis – von einem schwizer Chocolatier in Schokolade gegossen – zum Verzehr gereicht. Illuminierte Masken als Multiples leuchteten in den Bäumen des Hofgartens und kulminierten in einer Baumskulptur. Salvatore performte den Ehrenhof mit Malerei, Tanz, Schall und Rauch…

  • Walter BAUER – Ausstellung 2009

    Walter BAUER – Ausstellung 2009

    SAMBA A ÒLEO

    Kost bar . Theatergasse 1 . Coburg
    Öffentliche Vernissage
    3. Juli 2009

    Herrngasse 2 . Coburg
    Ausstellung während des Samba-Festivals
    10. bis 12. Juli 2009

    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg
    Ausstellung
    13. Juli bis 1. August 2009

    Walter Bauer . Samba in Öl . Motivzusammenstellung

    Leidenschaft in Öl
    Der 1952 geborene Nürnberger Maler Walter Bauer hat, seit er die Malerei in Öl auf Leinwand für sich entdeckt und 1989 erstmals zum Pinsel griff, ein gigantisches Bilderspektrum hervorgebracht. Wir kennen seine Serien von Tortenstücken, die durch das Bild schippern, Karpfen, röhrenden Hirschen und lachenden Kamelen in ihrer unbändigen Farbenpracht. Sein Spiel mit Konventionen stekct voller Ironie. Das hat ihm internationale Anerkennung eingebracht. Auch als „Abstrakter“ schafft er energiegeladene Kompositionen in üppig pastosen Strukturen.

    Kraftvolle Portrait-Serien beeindrucken durch die Strahlkraft der Farben. Er schafft spannungsvolle Abbilder zwischen Verfremdung und treffender Charakterisierung. Der lockere Pinselduktus zeichnet Walter Bauers Malerei aus. Jeder Pinselstrich scheint voller eigenwilliger Kraft, ja Lebenshunger. Und doch fügen scih die Farbschichten dem Willen des selbstbewußt komponierenden Künstlers.

    Samba in Öl
    Leidenschaft und Lebensfreude – da trifft sich das Lebensgefühl des Samba mit der Kunst von Walter Bauer.

    Walter Bauer kam auf unsere Einladung im Juli 2008 zum 17. internationalen Samba-Festival nach Coburg. Nachdem der Künstler erst einmal etwas skeptisch reagiert hatte, packte ihn doch das Samba-Fieber. Das ist auch gar nicht anders denkbar, inmitten von über 60 Samba-Gruppen aus aller Herren Länder, begleitet von Tänzerinnen in aufregenden Feder-Kostümen und tausenden von begeisterten Gästen und Zuschauern, die die Straßen der Stadt jedes Jahr in einen wahren Hexenkessel verwandeln.

    Aus den unmittelbaren Eindrücken, die Walter Bauer an diesem Samba-Wochenende sammelte und zahlreichen Schnappschüssen eines Coburger Fotografen entstand im Nürnberger Atelier die Serie SAMBA A ÒLEO mit nicht weniger als 52 Einzelbildern. Temperament und Lebensfreude der tanzenden Sambistas, der extatischen Bateristas und der Muse des Festivals, Nice Ferreira, stimmten mit der spontanen, energiegeladenen Malweise Walter Bauers unmittelbar überein.

    Die Serie wurde mitten im 18. Samba-Festival in Coburg präsentiert und mit Begeisterung aufgenommen. Die Reaktion der Besucher der Ausstellung war umwerfend. „Der Mensch kommt zur Tür rein und erkennt sich sofort auf dem Bild an der Wand“ schwärmt Walter im Rückblick. Es kam zu spontanen Trommel- und Tanzeinlagen der realen Protagonisten zwischen den Bildern der Ausstellung.

    Ausgewählte Motive zierten als großformatige Banner die Samba-Bühnen auf dem Schlossplatz und auf dem Markt.

  • FRESCOMALEREI – Ausstellung 2009

    FRESCOMALEREI – Ausstellung 2009

    ITALIENISCHE FRESCOMALEREI

    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg

    Ausstellung
    14. bis 30. Mai 2009

    Tradition
    Die Fresken werden von ausgebildeten Kirchenmalern wie seit der Antike in klassischer Technik angefertigt. Als Vorlage dienen dekorative Wandmalerein, z.B. in den antiken Villen Roms und Pompejis, den Schlössern der Renaissance und des Barock sowie Landschaften, fürgürliche Darstellungen, Tiere und Stilleben antiker wie zeitgenössischer Prägung.

    Kunst und Handwerk
    In der Fresco-Malerei wird mit mineralischen Pigmenten direkt auf noch feuchten geglätteten Kalkputz gemalt. Die Farben kristalliseren mit dem Putz zu einer festen Kalkschicht. Diese Technik erfordert große Geschicklichkeit, denn man kann nur so lange malen, wie der Putz noch nicht angetrocknet ist. Korrekturen sind nicht möglich, ohne die gesamte Putzschicht wieder entfernen zu müssen. Das Besondere dieser Technik ist die Dauerhaftigkeit, denn die Malerei ist innig mit der Putzschicht verbunden.

    Um die Wandbilder transportabel zu machen, werden sie in einem aufwändigen Verfahren mit der obersten Putzschicht von der Wand gelöst und auf eine Leinwand übertragen. Durch dieses Verfahren entstehen charakteristische Ausbrüche, die dem neuen Fresco ein antikes Aussehen verleihen. Die Leinwand mit der übertragenen Malerei kann wie ein Ölgemälde auf einen Holzrahmen gespannt oder andernorts direkt in einen neuen Wandputz eingearbeitet werden.

  • ART INNSBRUCK – Ausstellung 2009

    ART INNSBRUCK – Ausstellung 2009

    ART INNSBRUCK

    Messebeteiligung
    19. bis 22. Feb. 2009

    Wir präsentierten Arbeiten der Künstler

    James RIZZI
    Walter BAUER
    Gerhard POPP
    Doris BÖHM
    Martin LUDWIG
    Harald BURGER

  • Devin MILES . Ausstellung 2008

    Devin MILES . Ausstellung 2008

    MODERN POP ART

    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg

    Ausstellung
    25. Sept. bis 28. Okt. 2008

    Modern Pop-Art für Coburg
    Für die Ausstellung in unserer Galerie kreierte der Künstler als ganz besonderes Extra ein eigenes Coburg-Bild, als Original auf Alu sowie in einer Auflage von 9 Exemplaren als Siebdruck auf Leinwand. Das Erste davon hat der Künstler als Schenkung an die Stadt Coburg dem damaligen Oberbürgermeister Norbert Kastner am Vernissageabend persönlich überreicht.

    Neben den bekannten Siebdrucken war eine Reihe von neuen Motiven erstmals bei uns zu sehen. Gemälde in Öl auf Leinwand in fotorealistischer Manier zeigten eine weitere Facette im Schaffen von Devin Miles.

    Starkult
    Devin Miles‘ Bilderwelt ist die der Ikonen der 1950er und 60er Jahre. Dabei begnügt er sich aber nicht mit dem vordergründigen Glamour der Stars von gestern oder rein dekorativen Kompositionen der Motive. Er stellt seine Figuren mit symbolhaften Fragmenten von Bauwerken, Objekten, geschriebenen Botschaften und einer ausgesuchten Farbigkeit in neue Zusammenhänge – teils mit ironischen, ja subversiven Hintersinn, teils mahnend an die menschliche Verletzlichkeit, die hinter dem schillernden Äußeren dieser Idole steckt. Das verleiht seinen Werken neben dem Glanz des Starkultes Tiefe und Vielschichtigkeit von bisweilen gesellschaftskritischer Dimension.

    Shooting Star
    Als Autodidakt im Siebdruck, ganz unbelastet von ausgetretenen Pfaden des Handwerks, findet er seinen eigenen Ausdruck in einer gelungenen Symbiose aus Siebdruck, Malerei und Graphik. Über seine erklärten Vorbilder, Robert Rauschenberg udn Jasper Johns hinaus entwickelt er mit seinen Collagen aus Portrait, Architektur und Typographie seine eigene Bildsprache und gilt damit als Wegbereiter der Modern Pop-Art in Deutschland.

    Devin Miles wir mit seinen Aufsehen erregenden Bildern als Shooting-Star der Kunstszene gefeiert. Seine Werke sind in Galerien und bei Sammlern außerordentlich geschätzt – nicht zuletzt im Hinblick auf eine zu erwartende Wertsteigerung. Die in Siebdruck entstehenden Kunstwerke sind auch stets in kleiner Auflage limitiert.

  • James RIZZI . Ausstellung 2008

    James RIZZI . Ausstellung 2008

    POP ART STAR ZU GAST IN DER GALERIE SPÄTH

    Temporäre Galerie . Herrngasse 2 . Coburg

    Ausstellung
    10. bis 13. Mai 2008

    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg

    Ausstellung
    14. Mai bis 17. Juni 2008

    Filmbeitrag von ITV

    https://youtube.com/watch?v=8-TOsSl9WzQ%3Fiv_load_policy%3D3%26rel%3D1

    Coburg im Zeichen James Rizzis
    Bunt, wimmelnd, lachen, lebensfroh, verspielt, optimistisch – James Rizzis Kunst mach ganz einfach Spaß!

    Seine strahlenden Stadtlandschaften mischten die Coburger Kunstszene auf, als der Künstler zu seiner Ausstellungseröffnung wie ein Filmstar einfuhr und vom Vernissage-Publikum mit Ovationen begrüßt wurde. Zu Saxophonmusik trat er vor die Coburger, ermutigte Besucher, nachzufragen und mit ihm ins Gespräch zu kommen, stand bereit für Fotos, persönliche Widmungen auf seinen Bildern und signierte sogar die ausgefallensten Objekte und Souveniers. Noch heute erinnert an dieses außergewöhnliche Ereignis seine Zeichnung im Goldenen Buch der Stadt Coburg. 165 Arbeiten – Gemälde, Druckgrafiken und 3D-Bilder konnten bestaunt werden. Dabei war sein Auftritt in Coburg der Abschluss einer Deutschlandreise, auf der er zuvoer schon in der Bundeskunsthalle in Bonn dem damaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück den zweiten Teil einer insgesamt vier Motive umfassenden Briefmarkenserie für die Deutsche Bundespost überreichte.

  • Torsten PAUL – Ausstellung 2008

    Torsten PAUL – Ausstellung 2008

    RICORDARSI
    Sich besinnen

    Schloss Hohenstein . Ahorn
    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg

    Ausstellung
    2. bis 29. März 2008

    Torsten Paul
    Der 1949 in Zittau geborene Künstler ist ausgebildeter Schrift- und Plakatmaler und studierte Malerei und Siebdruck an der Kunsthochschule Berlin. Seit 1990 ist er auch als Bildhauer tätig und unterhielt in den 90er Jahren ein Atelier in Carrara. Er ist Mitglied im Bund Bildender Künstler Hannover und Gründungsmitglied einer Künstlergruppe in Luzern.

    Faszination in Marmor
    Kaum einer versteht es, das Weiß des Marmors in seinen Gemälden so leuchten zu lassen wie Torsten Paul. Das hat ihm große Anerkennung des Museo di Marmo in Carrara eingebracht. Seine Werkserien sind eine Hommage an die Cavatori, deren harte Arbeit in den Steinbrüchen und den halsbrecherischen Transport der riesenhaften Blöcke ins Tal. Deutlich wird aber auch, welche gewaltigen Veränderungen in der Landschaft mit dem industriellen Abbau der Marmorvorkommen verbunden sind. Künstliche Terrassen entstehen, eine gequaderte Landschaft.

    Torsten Paul hat sich dem Marmor Carraras verschrieben. Er beschränkt sich bei seinen Bildhauerarbeiten in sensiblem Umgang mit den Ressourcen bewußt auf Überbleibsel aus industriellem Abbau. Raue Spuren grober Fräsungen, Schnittflächen und Bruchkanten setzt er gegen schimmernde Glätte. Seine figürlichen wie abstrakten Skulpturen haben bei aller haptischer Sinnlichkeit etwas immateriall Schwebendes oder verletzlich Fragmentarisches, das tief berührt.

  • Benno NOLL . Jost HEYDER – Ausstellung 2007

    Benno NOLL . Jost HEYDER – Ausstellung 2007

    REFLEXIONEN

    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg

    Ausstellung
    18. Okt. bis 24. Nov. 2007

    Reflexion:
    1. Das Zurückwerfen von Strahlen an der Grenze zweier Medien
    2. Das prüfende, vergleichende Nachdenken, besonders über die eigenen Handlungen, Gedanken, Empfindungen

    Übertragen wir diese lexikalischen Definitionen auf die beiden ausgestellten Malere Jost Heyder und Benno Noll, so bewegen sie sich an der Grenze zwischen äußerer und innerer Welt, zwischen Sehbild und Empfindungsbild.

    Bei Malern wie Jost Heyder und Benno Noll haben wir den glücklichen Umstand, daß sich diese Grenze, diese Passage des Übertritts, in einer Art poetisch-bildnerischen Osmose vollzieht. Das Kunstwerk selbst wird zur Membran, die Künstler und Welt zugleich voneinander trennen und verbinden. Dabei ist der wahre Maler dazu berufen, frühere Errungenschaften zu festigen, ja zu bewahren, ohne neue Möglichkeiten zu leugnen. Alltägliche Realität wurd um die Dimension der individuellen Weltsicht erweitert. Die künstlerische Form vermag es, autonome, nur sich selbst gehorchende Kunstwelten zu schaffen, in denen herkömmliche Normen aufgegebensind und einzig die vom Künstler erhobenen Gesetzte Gültigkeit besitzen. Er ist es, der über sein Werk gebietet und der seinen Mitmenschen hierin neue Weltzugänge eröffnet.

    Bei Heyder und Noll geht diese werkimmanente Reflexion immer vom Gegenständlichen aus. Kein Bild ohne die Qualität der Form. Aber auch keins ohne Inhalt. Immer tut es dem Werk gut, mit der Substanz des Gegenständlichen beschwert zu sein. Hier greift das Beckmann’sche Zitat „der Gegenstand mit seinem Widerstand ist die Macht, die mich zur Produktion zwingt“. Überhaupt stehen beide in den Traditionslinien der Modernen Malerei.

    Bei Heyder ist dies ganz eindeutig: trotz seiner zunächst expressiv-abstrakten Bildanlage, die im Arbeitsprozess naturalistisch überhöht wird, findet er stets zurück zum Gegenstand unddem ihm zugewiesenen Raum. Viele Wahlverwandtschaften mit großen Vertretern der klassischen Moderne sind erkennbar und die Sujets Portrait, Mehrfigurengruppen und Landschaft aktualisieren kunstgeschichtlich traditionsreiche Topoi, die nie wirklich aus der Malerei verschwunden sind, auch wenn mancher sie im 32. Jahrhundert für überholt halten mag. Solange sie imaginiert sind und nicht rein illustrativ daherkommen, haben sie bis heute nichts von ihrer unwandelbaren Strahlkraft verloren.

    Heyders Teatrum Mundi zeichnet ihn als visuellen Chronisten aus, verstrickt in die Zwänge der Alltäglichkeit, des unterbewußt triebhaften und denen des eigenen Schaffens.

    Dem gegenüber scheint bei Benno Noll alles Kalkül, auch wenn er im Arbeitsprozeß dem aleatorischen, zufälligen großen Raum gewährt. So ist dennoch die Auswahl der Sujets präzise udn konkret. Auf der einen Seite ist Noll Traditionalist, aber er ist auch in stetem Kampf gegen diese Tradition, geht manchmal sogar noch hinter sie zurück. Auf der Suche nach archetypischen Minimalzeichen wählt er aus dem Feld der schier unendlichen menschlichen Möglichkeitne Symbole aus, durch die dann in der Gesamtschau durch individuell-künstlerische Reflexion und Schöpfung eine spezifische Ordnung entsteht.

    Werden und Vergehen, Transformation und menschenleere Interieurs als Spiegel unserer Befindlichkeit sind seine hinter dem reinen Abbild durchschimmernden Themen. Das Archaische ist ihm dabei wichtiger, als die Konkurrenz mit den Erscheinungen der Gegenwart.

    Ähnlich wie bei Jost Heyder finden sich auch hier einfache, klare Kompositionen, reduzierte Zeichen, die durch ihre Ausgewogenheit und Balance der bildnerischen Mittel vollständig Genugtuung erfahren. Obwohl selbst gestaltend, wendet sich Noll gegen die Zurichtung der Dinge durch den Menschen. Noll’s markantes Alleinstellungsmerkmal ist seit Jahrender erdig braune Rost, der in abertausenden winziger Partikel die Oberflächen seiner Bilder bevölkert. Eisen ist ein Grundelement unseres Planeten und verleiht den Werken eine gewisse Erdenschwere, Gravitationskräfte werden sichtbar gemacht. Das griechische Wort gravitas bedeutet zugleich Würde, die sich in einer wahrhaft humanistischen Kunst immer orten lässt.

    Am Ende will ich den Kreis meiner Rede via erneut lexikalischer Deminition schließén:
    Reflikant:
    1. eine Absicht habende Person
    2. aber auch ein Kauflustiger
    Sie merken schon, worauf ich hinaus will!

    Bei allem Idealismus bleibt letztlich auch der bildende Künstler dem Materiallen unterworfen und das Sein bestimmt auch bei ihm in nicht unerheblichen Maße das Bewußtsein.
    In diesem Sinne vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und anregende Einkäufe.

    Benno Noll, Laudatio zur Ausstellungseröffnung

  • Christian SOMMER – Ausstellung 2007

    Christian SOMMER – Ausstellung 2007

    FASZINATION
    HAVANNA . VENEDIG . NEW YORK

    Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg

    Ausstellung
    10. Mai bis 9. Juni 2007

    Faszination
    Diese eigentümliche Mischung Havannas aus morbidem Charme und heißem Lebenshunger übt auf uns Europäer und Europäerinnen eine unglaubliche Anziehungskraft aus. Eine nonchalante Lebensweise, alte Straßenkreuzer und Cigarren, der Kult des Machismo, einladend lächelnde Frauen in leichten Sommerkleidern, Rum und Coca Cola und nicht zuletzt der alles bestimmende Rhythmus des Salsa lassen uns von einer untergegangenen genussfreudigen Welt träumen und vergessen machen, dass es unter der berauschenden Oberfläche oft genug um das blanke Überleben geht.

    Die Bilder von Christian Sommer fangen in ihrer temperamentvollen Farbenpracht auf magische Weise das Lebensgefühl in Havanna ein. Man fühlt sich als Betrachter unmittelbar einbezogen in die belebten Tanz-, Strand- und Strapenszenen und hört mit einem inneren Ohr die Musik und Gespräche in den Bars und Hinterhöfen. Die Bilder sprechen tatsächlich nicht nur das Auge an, man spürt schier die Sommerhitze, die Rhythmen, den Tabakduft und den Rumgeschmack.

    Mit der gleichen Sinnesfreude widmet sich Christian Sommer auch den Themenkreisen New York und Venedig. Auch hier greift er mit seinen Schilderungen mitten in das pralle Leben, überaus vital oder leicht melancholisch, ansteckend in ihrer Lebenslust oder Sehnsucht weckend nach einem genüsslichen Dolce far niente, in einer Gondel auf dem Wasser schaukelnd…

    All diese Eindrücke zogen mit den Werken Christian Sommers in unsere Galerieräume ein. Wir präsentierten Gemälde in Öl auf Leinwand und Ciclées in limitierter und handsignierter Auflage.