mega888 LÄNGER Jörg - Galerie Späth Coburg - Kunst und Künstler*innen
Jörg Länger . aus SOCKY MOUNTAINS - VESTE COBURG . Mischtechnik/Collage 38x38 cm

Jörg LÄNGER

aus: NARRATIVE KOMPOSITIONEN . Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Papier . 33x33 cm . Protagonisten nach: Unbekannter Künstler (minoisch): Akrobat, Knossos (1700 v.Chr.) Archäologisches Museum Heraktlion/Kreta . Unbekannter Künstler: Hetäre, in ein Gefäß urinierend, Griechische Trinkschale (180 v.Chr.) Altes Museum Berlin . Lorenzo Ghiberti: Engel, Verkündigungsgruppe, Bronzetür (1403) Baptisterium Florenz
aus: NARRATIVE KOMPOSITIONEN . Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Papier . 33x33 cm . Protagonisten nach: Alfons Mucha: Job -Zeichnung 1897
aus: KOMBATTANTEN . Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Papier . 33x33 cm . Protagonisten nach: Unbekannter Künstler: Erzengel - Moskauer Kirchenfahne (um 1300-1350) Kreml Moskau
aus: SOCKY MOUNTAINS - VESTE COBURG - III . muttergestrickte Socke/Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Nessel . 38x38 cm . Protagonisten nach: Unbekannter Künstler: Hl. Mauritios (Bratwurstmännla) - Kupferblechskulptur (17. JH) Rathausgiebel Coburg . Henri Matisse: Der Tanz (1909) Museum of Modern Art New York
aus: HIER GEHT ES UM DIE WURST - KÜHLEMORIZ . Protagonistendruck-Linolschnitt mit Kühlekohle und Bindemittel auf Imbissschale . 20x13 cm . Protagonist nach: Unbekannter Künstler: Hl. Mauritius (Bratwurstmännla) Kupferblechskulptur (17. JH) Rathausgiebel Coburg
aus: NARRATIVE KOMPOSITIONEN . Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Papier . 33x33 cm . Protagonisten nach: Hieronimus Bosch: Narrenschiff (ca. 1500) Musée du Louvre Paris
aus: KOMBATTANTEN . Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Papier . 33x33 cm . Protagonisten nach: Luca Signorelli: Die Verdammten - Fresco (1485) Dom San Brizio Orvieto
aus: KOMBATTANTEN . Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Papier . 33x33 cm . Protagonisten nach: Unbekannter Künstler: Erzengel - Moskauer Kirchenfahne (um 1300-1350) Kreml Moskau
aus: SOCKY MOUNTAINS - VESTE COBURG - II . eigene alte Socke/Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Nessel . 38x38 cm . Protagonisten nach: Unbekannter Künstler: Jardin d'Amour - Flämische Miniatur (15. JH) Bibliotèque de l'Arsenal Paris . Francois Duquesnoy: Cupido aus Apolle und Cupido (vor 1643) Liechtensteinmuseum Wien
aus: HIER GEHT ES UM DIE WURST - SENFMORIZ . Protagonistendruck-Linolschnitt mit Senfpulver und Bindemittel auf Imbissteller . 23x23 cm . Protagonist nach: Unbekannter Künstler: Hl. Mauritius (Bratwurstmännla) Kupferblechskulptur (17. JH) Rathausgiebel Coburg
aus: NARRATIVE KOMPOSITIONEN . Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Papier . 33x33 cm . Protagonisten nach: Unbekannter Künstler: Siebenköpfiger Drache und Jungfrau - Buchillustration (vor 1100) Bibliothèque Nationale Ms.Franc.403 Paris . Unbekannter Künstler: Bischof, wahrscheinlich 14. Jh.
aus: KOMBATTANTEN . Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Papier . 33x33 cm . Protagonisten nach: Leonardo da Vinci: Der Mensch - Proportionen der menschlichen Figur (1485-90) Galleria dell'Accademia Venedig
aus: METAGONISTEN (BIG IN ARCADIA ART) GAIA . Protagonistendruck/Mischtechnik auf Alu-Dibond . 150x150 cm . Protagonisten nach: Egon Schiele: Sitzender männlicher Akt mit erhobenen Armen (1910) Kunsthalle Hamburg
aus: SOCKY MOUNTAINS - VESTE COBURG - I . muttergestrickte Socke/Protagonistendruck/Linolschnitt und Mischtechnik auf Nessel . 38x38 cm . Protagonisten nach: Hausbuchmeister: Liebespaar (1580-90) Kupferstichkabinett SMB Berlin . Francois Duquesnoy: Cupido aus Apollo und Cupido (vor 1643) Liechtensteinmuseum Wien

Jörg LÄNGER

Jörg LÄNGER . Portraitfoto

KURZ ÜBER LÄNGER

"Jörg Längers Figuren, auf Silhouetten reduziert, sind Wiedergänger aus dem Reich der Geschichte im umfassenden Sinn, vom Mythos bis zur Zeitgenossenschaft. Als sogenannte Protagonisten erstehen sie wieder aus dem Fundus der Weltkunst. In einer traditionsvergessenen Zeit mahnen sie, über der Gegenwart jene überzeitlich geprägten Formen nicht aus den Augen zu verlieren, die allein die Kontinuität der Welt- und Selbstdeutungen sichern."

Längers Kunst setzt auf Kontinuität und Traditionsbewußtsein. Sie geht aus vergangener Kunst, aber auch aus weitreichenden Kenntnissen auf anderen Gebieten hervor. Länger ist ein pictor doctus wie wenige seiner Generation. Seine Bilderzählungen - er nennt sie "narrative Kompositionen" - verwandeln mythische Inhalte in höchst differenzierte, sensibel strukturierte geistige Räume, denen der Formgedanke allseits Halt gibt..."
Eberhard Stosch, Kunstkritiker und -vermittler in Hamburg

"Im vielschichtigen Werk des ... Künstlers Jörg Länger präsentiert sich in Form, Technik und inhaltlicher Gestaltung ein Ausschnitt der Gegenwartskunst auf höchstem Niveau."

"In der aktuellen Werkphase treffen konzeptionell stilisierte Protagonisten aus der Kunstgeschichte auf die freie Linie und den durch Farbe und Fläche definierten Bildraum der Moderne."

"Aus der Polarität von zeichenhafter Figuration und flächig angelegter Farbe sowie den thematischen Bezügen aus der Jahrtausende alten Kulturgeschichte entsteht jene für das Werk Längers charakteristische Spannung zwischen Tradition und visionärer Neuerung, kunsthistorischer Kontinuität und ihrem gestalteten Bruch."
Sandra Hirsch, Hamburg

"Kaum ein Maler zeitgenössischer Kunst hat sein Bekenntnis zu Einflüssen vorausgegangener Epochen der Kunstgeschichte so eindeutig für sich formuliert. Es erscheinen in einer Vielzahl von Rückwendungen und Vorausdeutungen Bildzitate und Protagonisten aus 23 Jahrtausenden.

In seinen komplexen, vielfach verschlüsselten Bildern zwischen Präteritum und Zeitlosigkeit vollführt er in einem Akt moderner Metafiktion überzeugend den Sprung in eine eigene, höchst ausgereifte Bildsprache.

Geschickt verdichtet er in einem Akt gekonnter Wiederholung in seinen filigranen Arbeiten Blicke auf Transzendentes vergangener Zeiten mit Erinnerungswerten aus tradierten Sehgewohnheiten zu neuen Sichtweisen auf klassische Fragestellungen."
Dr. Heidi Krahl, Kunst- und Religionswissenschaftlerin in Berlin

Vita

1964   in Berlin geboren

Studium der Geistes- und Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin
Kunststudium an der Freien Kunststudienstätte Ottersberg
lebt und arbeitet nach Stationen in Berlin und Hamburg auf dem Land im Chiemgau

seit 1990   zahlreiche Ausstellungen in namhaften Galerien und Museen in Deutschland, Schweden, den Niederlanden und in Kanada

Neben Zeichnung und Malerei, seinem Haupttätigkeitsfeld, hat er sich auch mit dem erweiterten Kunstbegriff beschäftigt und war in den Bereichen Installation, Land Art, Body Art, Performance, Konzept-Kunst, Photographie und Film tätig.


LÄNGER ÜBER LÄNGER

In meinen Ausstellungen werde ich oft gefragt: "Was bedeutet dies?" oder: "Was sollen Sie damit sagen?" "Wie kann man das verstehen?"

Es wird immer versucht, mit einem Wort, mit einem Begriff auf der Verstandesebene das zu belegen, was da im Kunstwerk sich vielschichtig darlegt. Dies ist ja ein Geflecht aus verschiedenen Themen, verschiedenen Zeichen, Farben, Materialien, aus verschiedenen Bezügen, Wiederholungen, Motiven, Variationen - eine ganze Welt, die ineinander greift und die eben gerade nicht aus dem Linearen, aus dem kausalen Verstandesdenken und gerade nicht aus dem Sprachlichen heraus geboren wurde.

Hat sich ein Begriff eingestellt, ist die Versuchung groß, das Bild für "verstanden" zu halten und ad acta zu legen; denn es scheint nun kein Geheimnis mehr zu bergen, man ist beruhigt und fühlt sich wieder sicher: wird etwas benannt, ist es gebannt. Genau das ist eine in archaischen Zeiten praktizierte Technik der Magie. Der Dämon Bild ist nun gebannt, man ist nicht mehr länger beunruhigt, aber nun berührt auch nichts mehr wirklich tiefer. Deswegen habe ich mich immer gescheut, auf solche Fragen direkt Auskunft zu geben.

Die Welt ist nicht linear aufgebaut, die Geschichte nicht kausal. Ich versuche den Gedanken von parallel nebeneinander existierenden, kontinuierlich voranschreitenden geschichtlichen Strömungen zu fassen, die jeweils immer wieder einmal an der Oberfläche sichtbar werden, und gehe davon aus, dass diese an der Oberfläche sichtbaren geschichtlichen Ereignisse sich, anders als meist wahrgenommen, nicht unbedingt kausal aufeinander beziehen, so dass Gründe und Bezüge auf anderen Ebenen zu finden sind. Die Kunst kann da gute Forschungsarbeit leisten.

"Mit der Benutzung von Fundstücken findet eine Verwendung von Teilen der Wirklichkeit direkt in den Kunstwerken statt"

Das Bild hat keine Eigenbewegung - und genau deshalb fordert es von Ihnen, dem Betrachter, die Bewegung. Es gibt, meiner Meinung nach, keine Kunstgattung, die die Eigenbewegung des Rezipienten in dem Maße erfordert, wie die bildende Kunst. Erst einmal bieten sich die Möglichkeiten der äußeren Bewegung an, das Herumgehen um eine Skulptur oder das Durchqueren einer Installation. Von verschiedenen Standpunkten kann man dann Sichtachsen und unterschiedlichste Aspekte eines Kunstwerks wahrnehmen. Beim Bild bleibt nur die Möglichkeit, den Abstand zu ändern, den Wechsel von Gesamtansicht aus einiger Entfernung zu einem Abtasten von Details aus nächster Nähe zu vollziehen. Allenfalls der Betrachtungswinkel ist noch variabel und gibt, gerade bei reflektierender Ölmalerei, unterschiedliche Ansichten. Doch abgesehen von äußeren Standortwechseln: S i e müssen sich innerlich bewegen, müssen selbst entscheiden, was Sie zuerst anschauen, worauf Sie dann in Folge Ihr Augenmerk richten, welche Stellen Sie miteinander in Beziehung setzen: Sie sind aktiv, Sie sind kreativ, müssen das Bild nun in gewisser Weise neu schöpfen, es innerlich entstehen lassen.

Verlässt das Bild das Atelier des Künstlers, ist es tot und muss vom Betrachter wieder neu belebt werden. Denn was sich bildet, ist eine ganz einzigartige Verbindung zwischen dem Bild und dem Betrachter. Und die ist immer individuell, von Mensch zu Mensch anders, denn Sie, auf der Betrachtenden Seite, bringen in die Kommunikation mit dem Bild sich, Ihr ganzes Leben und Sein ... hinein ... Das ist das Geheimnis der Mehrdeutigkeit moderner Kunstwerke.
Jörg Länger

di-sa 10 - 13 | di-fr 14 - 18 Uhr

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