Im Erdgeschoss des Hauses Ketschengasse 46, am historischen Säumarkt in Coburg entstand unser Projekt kunst@säumarkt. Während der Sanierungsarbeiten in der Keschenvorstadt sorgten wir für einen temporären kulturellen Anlaufpunkt mitten in der Baustelle. Wir wurden hierbei von Coburger Design Forum Oberfranken unterstützt.
Über die Möglichkeiten einer reinen Galerie hinaus war dieses Projekt als Schaufenster aktueller Kunst im Coburger Raum konzipiert. Neben Ausstellung und Verkauf von Kunstwerken zu speziellen Öffnungszeiten war dies der Ort für außergewöhnliche Aktionen, z.B. Vorträge und Workshops im kleinen Kreis. Beteiligung am Late-Night-Shopping, Low Budget Art, Foto-Events, Installationen, Schau-Ateliers mit Künstlern „zum Anfassen“ und vieles mehr. Die Projektgalerie war als offenes Projekt angelegt, das sich mit den beteiligten Künstlern und der Resonanz des Publikums entwickelte.
Die Räumlichkeiten wurden offiziell eröffnet mit einer bunt gemischten Ausstellung unter persönlicher Beteiligung der KünstlerInnen
Angelika NEUMANN . Seßlach . Malerei Laetitia DE BAZELAIRE . Paris . Skulptur und Graphik Wolfgang SCHOTT . Seßlach . Skulptur Jason GLASER . Coburg . Fotografie und Malerei Christoph DREWS . Coburg . Installationen
Wie kaum eine andere Künstlerin hat sich Ekaterina Moré in ihrer Kunst den Frauen in einer modernen Welt verschrieben. Mit leuchtenden Farben, sinnlich und erotisch schildert sie eine Welt luxuriöser Lebenskunst und feiert die Schönheit der Frau. Ihre Bilder und Design-Objekte strahlen eine starke positive Energie aus. Sie sind Einladung, den Genuss des Lebens in einer sinnlichen Lässigkeit zu kultivieren und auszukosten. Welchs schönere Botschaft könnten ihre Kunstwerke vermitteln?
Ekaterina MORÉ
Die 1976 in St. Petersburg geborene Künstlerin entstammt einem Elternhaus, in dem beide bildende Künstler waren. Nach einem Aufenthalt im Fernen Osten Russlands und vorübergehender Rückkehr nach St. Petersburg ließ sich Ekaterina Moré 1996 in Deutschland nieder.
Seit 2003 stellt sie in deutschen und internationalen Galerien aus und beteiligt sich an verschiedenen Kunstprojekten. Sie gestaltet Objekte z.B. für Ritzenhoff Cristal AG und Rosenthal AG. Sie ist international in Sammlungen vertreten.
Ausstellung anlässlich der Coburger Künstlertage 27. Mai bis 4. Juni 2010
Mit Bezug auf die Bayerischen Theatertage hat Gastgeber Sebastian Heß ein Coburger Künstlerfest ins Leben gerufen. Mit einem POWERBUFFETT in Öl haben wir Gamälde von unserem beliebtesten Künstler Walter Bauer beigesteuert. Zu sehen waren saftige Früchte, schicke Garnelen und frische Fische, sahnige Torten, coole Kühe…
Walter Bauers Ölgemälde zeichnen sich aus durch seinen trocken-fränkischen Humor. Seine Bilder machen einfach Laune! Abseits von ausgetretenen Pfaden der Bildfindung entwickelt er Serien aus Motiven, die ihm ganz alltäglich vor die Nase kommen. in umbekümmerter Buntheit und großzügigem Farbauftrag bildet er eine Brücke zwischen Pop Art und expressiver Malerei.
Zeichen setzen Seit lamgem beschäftigt sich Monika Pellkofer-Grießhammer mit der Sprache von einfachen Zeichen, übersetzt sie in eine eigene Bilderwelt, formt neue lesbare „Spuren“. Mittels eigener Formensprache oder alter Symbolik, wie z.B. dem Labyrinth, erforscht sie zugrunde liegende Muster, Prägungen, Gefühle und Ansichten, folgt ihrem eigenen Ariadnefaden. Sie kratzt an der Oberfläche, nicht nur sinnbildlich. In ihrer Schichttechnik gräbt sie sich in die Tiefe, legt alte Farbaufträge frei und lässt Verdecktes wieder zum Vorschein kommen. Ihre Bilder spiegeln ihre Sicht der Dinge, erzeugen eine ganz eigene Frequenz der Archivierung und Sichtbarmachung von Gefühlswelten.
Monika Pellkofer-Grießhammer Die 1969 im Bayreuth geborene Künstlerin beschäftigt sich seit 1985 intensiv mit der Malerei. Nach ihrem Studium des Kommunikationsdesigns an der Fachhochschule Wiesbaden arbeitet sie seit 1995 als freischaffende Künstlerin, Designerin und Illustratorin. Sie ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler BBK, in den Kunstvereinen Bayreuth, Hof, Hollfeld, Kulmbach, Selbitz und seit 2006 festes Jurymitglied bei der internationalen Kunstausstellung Hollfeld. Ihre Werke sind in zahlreichen Sammlungen im In- und Ausland zu finden.
Licht und Farbe Die Bilder Claudio Malacarnes rufen ein Gefühl reiner Freude hervor. In ihrer ungewöhnlichen Farbenpracht, gepaart mit erlesenem Geschmack, führen wie uns eine Welt vor, wie wir sie uns nur erträumen können: paradiesisch, lichtdurchflutet und voll von großer innerer Gelassenheit. Unbekümmert um allzu detailverliebten Naturalismus setzt der Künstler mit breitem Pinselduktus meisterhaft reine Farbflächen gegeneinander. Selbst seine Schatten sind dunkleres Licht von intensiver Leuchtkraft.
Kaum einem gelingt es wie ihm in seinen Schwimmbadszenen, den Tanz der Reflexe des Sonnenlichts auf der bewegten Wasseroberfläche darzustellen. Seine Landschaften und Gartenbilder führen uns in eine üppig grünende und blühende Welt, die paradiesischer nicht sein könnte. Figürliche Sujets, Portraits von Menschen und Tieren strahlen bei aller lebensvollen Buntheit in hohem Maße Poesie und Würde aus, die von einer tiefen Liebe zu allem Lebendigen zeugt.
Wir haben Claudio Malacarne 2009 in Innsbruck kennen gelernt und freuen uns sehr, diesen außergewöhnlcihen Künstler nun auch in Coburg präsentieren zu können.
Vernissage mit Bilder-, Koch- und Sangeskunst aus Griechenland
„Das Kleine und Unscheinbare ist uns wichtig genug, weil uns das Große und Bedeutsame in unserrer Zeit nichtig geworden ist“ Kostas Aggelakis
Kostas Aggelakis lebt und arbeitet in Glyfada bei Athen. Er studierte Malerei an der Akademie der Schönen Künste in Sofia. Nach zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen in Griechenland, Bulgarien und in der Türkei ist er nun auch bei uns in Deutschland zu Gast.
Kostas Aggelakis ist ein Denker, dessen ständiges Fragen und Forschen nach dem Sinn der Dinge ihn in eine Schaffensphase geführt hat, die in unserer Ausstellung dokumentiert wurde. Dieser Suche nach dem Eigentlichen widmet er sich mit Hingabe und Selbstbeschränkung auf eine einzige, aber anspruchsvolle künstlerische Technik – die der Ölmalerei. Nichts lenkt ab, nichts wird beschönigt, alles wird gezeigt, so wie es eben ist. Nichts wird verzärtelt, nichts folgt den wechselnden Moden der aktuellen Kunstszene. Kurz gesagt, die Arbeiten zeigen weder mehr noch weniger, als das was einfach da ist. Seine Kunst lebt in den unscheinbarsten Objekten und ist völlig frei von irgend einer aufgesetztn Sinnfälligkeit. So kann er uns die Schönheit der Form und das Spiel des Lichts auf den Oberflächen der einfachen Dinge vor Augen führen, uns in seinen Werken die Abgeschiedenheit vom Trubel der Welt erleben lassen.
Kostas‘ Kunst ist ein reiner und wohl begründeter Aspekt des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens. Er ist sicher nicht der Einzige, der diesen Weg der Einfachheit und Selbstbeschränkung beschreitet, aber einer der wenigen Künstler, die ihre Fragen und Botschaften so innig in ihrem Werk ausdrücken.
Menschen und Menschenbilder Im Mittelpunkt von Peter Wevers Schaffen steht der Mensch. Liebevoll gezeichnet erleben wir ihn in seiner charmanten Nonchalance. Die Auseinandersetzung mit dem ganz gewöhnlichen selbstgeschaffenen Chaos oder das Hinter-sich-lassen genau dessen sind immer wieder Bildthema. Wir begegnen Einzelnen, wie sie die Hürden etwa von Aktenbergen überwinden, Begegnungen mit den Selbst oder Träumenden in inniger Umarmung, der Welt in einer Badewanne oder unter eimem Schirm entrückt.
Dieses Wechselspiel zwischen „normalem“ Tagesgesschehen und Entrücktheit teilt sich auch in seinen Landschaften und Stilleben mit. Der Künstler hat keine spektakulären Effekte nötig, sondern erhebt ganz einfache, alltägliche Gegenstände und Szenen zur Poesie. Seine Kunst berührt uns. Sie muß nicht erklärt werden. Wir finden uns ganz unmittelbar in ihr wieder.
Peter Wever als Bildermacher
Das Bild-Ergebnis ist dem Künstler oberstes Anliegen. Dabei beschränkt er sich nicht auf eine Technik. Auch die „Reinheit“ der Technik ist ihm nicht so wichtig. Radierung, Kohle- oder Kreidezeichnungt und Malerei überlagern sich durchaus auch in einer Arbeit. Die Möglichkeit, in der Acrylmalerei unbegrenzt Schichten übereinander zu legen und die Disziplin, die die Kaltnadelradierung erfordert, befruchten sich gegenseitig. Das führt zu ganz neuen un unkonventionellen Bildlösungen, die selbstkritisch geprüft und variiert werden, bis das Ergebnis stimmt. Und das kann mitunter Jahre dauern. So ist immer eine Vielzahl an Bildern im Werden.
Ausstellung Riesensaal auf Schloss Ehrenburg Performances im Ehrenhof Installation im Hofgarten
Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg
Ausstellung 14. bis 21. September 2009
Salvatore MAINARDI ist 1954 in Angri nahe Salerno und Neapel geboren. Er besuchte das Kunst-Gymnasium in Salerno. Nach der Übersiedelung nach Basel ließ er sich als Landschaftsgärtner ausbilden. Ab 1977 war er Grafiker bei einem internationalen Großkonzern bei Baden AG. Seit 2016 ist er Kurator der Gemeindegalerie Spreitenbach (CH).
Seit 1970 stellt er international aus, z.B. in der Schweiz, in Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, in den USA und in Japan.
Herr der Masken Salvatore Mainardi treibt mit surrealen Bild-Objekten und Installationen sein Spiel mit uns. Erhat einen universellen Masken-Typus entwickelt, der zentrales Motiv seiner Kunst ist. In zahllosen Varianten, als Multiple aus Kusntstoff, mit individueller Oberfläche aus Keramik oder umgesetzt in seine Malerei ist die Maske omnipräsent. Einzeln, wie mahnende Rufer, geschichtet und gehäuft wie die bedrängte Menschheit oder im skurrilen Tanz durch die Lüfte segelnd. Was verbirgt sich hinter diesen variablen Schalen menschlicher Gesichter? Sind wir es bis zu einem gewissen Grad nicht selbst?
Humanistisch geprägt, sehen wir uns selbst als Individuum. Andere nehmen uns vielleicht nur in unserer Rolle, als Teil einer Gruppe oder Gesellschaft wahr. Die Kunst Salvatore Mainardis schöpft aus dieser Wechselseitigkeit der Wahrnehmung. Der Künstler läd ein, hinter die äußere Erscheinung zu blicken und in der Einzigartigkeit jedes Menschen auch uns selbst zu erkennen.
Museumsnacht Mit der Ausstellung wurde die Museumsnacht im Riesensaal auf Schloss Ehrenburg offiziell eröffnet. Als kulinarische Performance wurden die Masken Mainardis – von einem schwizer Chocolatier in Schokolade gegossen – zum Verzehr gereicht. Illuminierte Masken als Multiples leuchteten in den Bäumen des Hofgartens und kulminierten in einer Baumskulptur. Salvatore performte den Ehrenhof mit Malerei, Tanz, Schall und Rauch…
Kost bar . Theatergasse 1 . Coburg Öffentliche Vernissage 3. Juli 2009
Herrngasse 2 . Coburg Ausstellung während des Samba-Festivals 10. bis 12. Juli 2009
Galerie Späth . Wiesenstraße 22 . Coburg Ausstellung 13. Juli bis 1. August 2009
Leidenschaft in Öl Der 1952 geborene Nürnberger Maler Walter Bauer hat, seit er die Malerei in Öl auf Leinwand für sich entdeckt und 1989 erstmals zum Pinsel griff, ein gigantisches Bilderspektrum hervorgebracht. Wir kennen seine Serien von Tortenstücken, die durch das Bild schippern, Karpfen, röhrenden Hirschen und lachenden Kamelen in ihrer unbändigen Farbenpracht. Sein Spiel mit Konventionen stekct voller Ironie. Das hat ihm internationale Anerkennung eingebracht. Auch als „Abstrakter“ schafft er energiegeladene Kompositionen in üppig pastosen Strukturen.
Kraftvolle Portrait-Serien beeindrucken durch die Strahlkraft der Farben. Er schafft spannungsvolle Abbilder zwischen Verfremdung und treffender Charakterisierung. Der lockere Pinselduktus zeichnet Walter Bauers Malerei aus. Jeder Pinselstrich scheint voller eigenwilliger Kraft, ja Lebenshunger. Und doch fügen scih die Farbschichten dem Willen des selbstbewußt komponierenden Künstlers.
Samba in Öl Leidenschaft und Lebensfreude – da trifft sich das Lebensgefühl des Samba mit der Kunst von Walter Bauer.
Walter Bauer kam auf unsere Einladung im Juli 2008 zum 17. internationalen Samba-Festival nach Coburg. Nachdem der Künstler erst einmal etwas skeptisch reagiert hatte, packte ihn doch das Samba-Fieber. Das ist auch gar nicht anders denkbar, inmitten von über 60 Samba-Gruppen aus aller Herren Länder, begleitet von Tänzerinnen in aufregenden Feder-Kostümen und tausenden von begeisterten Gästen und Zuschauern, die die Straßen der Stadt jedes Jahr in einen wahren Hexenkessel verwandeln.
Aus den unmittelbaren Eindrücken, die Walter Bauer an diesem Samba-Wochenende sammelte und zahlreichen Schnappschüssen eines Coburger Fotografen entstand im Nürnberger Atelier die Serie SAMBA A ÒLEO mit nicht weniger als 52 Einzelbildern. Temperament und Lebensfreude der tanzenden Sambistas, der extatischen Bateristas und der Muse des Festivals, Nice Ferreira, stimmten mit der spontanen, energiegeladenen Malweise Walter Bauers unmittelbar überein.
Die Serie wurde mitten im 18. Samba-Festival in Coburg präsentiert und mit Begeisterung aufgenommen. Die Reaktion der Besucher der Ausstellung war umwerfend. „Der Mensch kommt zur Tür rein und erkennt sich sofort auf dem Bild an der Wand“ schwärmt Walter im Rückblick. Es kam zu spontanen Trommel- und Tanzeinlagen der realen Protagonisten zwischen den Bildern der Ausstellung.
Ausgewählte Motive zierten als großformatige Banner die Samba-Bühnen auf dem Schlossplatz und auf dem Markt.
Tradition Die Fresken werden von ausgebildeten Kirchenmalern wie seit der Antike in klassischer Technik angefertigt. Als Vorlage dienen dekorative Wandmalerein, z.B. in den antiken Villen Roms und Pompejis, den Schlössern der Renaissance und des Barock sowie Landschaften, fürgürliche Darstellungen, Tiere und Stilleben antiker wie zeitgenössischer Prägung.
Kunst und Handwerk In der Fresco-Malerei wird mit mineralischen Pigmenten direkt auf noch feuchten geglätteten Kalkputz gemalt. Die Farben kristalliseren mit dem Putz zu einer festen Kalkschicht. Diese Technik erfordert große Geschicklichkeit, denn man kann nur so lange malen, wie der Putz noch nicht angetrocknet ist. Korrekturen sind nicht möglich, ohne die gesamte Putzschicht wieder entfernen zu müssen. Das Besondere dieser Technik ist die Dauerhaftigkeit, denn die Malerei ist innig mit der Putzschicht verbunden.
Um die Wandbilder transportabel zu machen, werden sie in einem aufwändigen Verfahren mit der obersten Putzschicht von der Wand gelöst und auf eine Leinwand übertragen. Durch dieses Verfahren entstehen charakteristische Ausbrüche, die dem neuen Fresco ein antikes Aussehen verleihen. Die Leinwand mit der übertragenen Malerei kann wie ein Ölgemälde auf einen Holzrahmen gespannt oder andernorts direkt in einen neuen Wandputz eingearbeitet werden.