mega888 TITUZ . Ausstellung 2011 - Galerie Späth Coburg - Kunst und Künstler*innen

MONSTERSHOW

Projektgalerie Späth . kunst@säumarkt . Ketschengasse 47 . Coburg

Ausstellung
7. bis 29. Juli 2011

Vernissage mit monstermäßiger Tanzperformance von YUTA HAMAGUCHI- Landestheater Coburg

Vernissage mit monstermäßiger Tanzperformance von YUTA HAMAGUCHI- Landestheater Coburg

Der zweite Bauabschnitt der Monsterbaustelle Ketschengasse war in vollem Gange. Auch wenn wir nicht gleich zu sehen waren hinter den mönströsen Kiesbergen, die sich vor den Schaufenstern aufbäumten - man fand uns. Wir waren da. Und die Monster auch - wenn auch zunächst im Verborgenen...

Sie brüllen, glotzen und benehmen sich nicht sonderlich fein - die Monster von Titus Leibing - as known as TITUZ.

Sie bevölkern virtuelle Welten in Streetart-Blogs und Online-Magazinen, schaffen aber auch den Sprung ins wirkliche Leben, in Galerien in Wien und Kopenhagen. 2009 materialisierten sich die Wesen übergroß in Haifa/Israel zum Streetart-Festival "Citymonsters". Hier mutierte ein Bühnenpavillon zum Riesenkopf mit weit aufgerissenem Maul oder eine Seilbahngondel zum Kingsize-Auge. Die Veranstalter wählten einen "Charakter" von Titus Leibing zum Logo des internationalen Events.

Der freischaffende Künstler, Illustrator und Designer (Jahrgang 1970) lebt und arbeitet in Coburg. Die Vorliebe für das Erschaffen skurriler Figuren besitzt er schon als Kind - er zeichnet sich seine eigene Comicserie. Mit immer neuen Materialien und Techniken experimentierend, entdeckt er schließlich Anfang er 90er Jahre den Computer für sich. Grundlage ist zunächst eine Handzeichnung, die gescannt und überarbeitet wird. Nach der Reinzeichnung der Linien am Computer steht einer multiblen Vermehrung seiner Charaktere nichts mehr im Wege.

Er selbst sagt über seine Kreaturen: "Ich denke mir die Charaktere nicht aus.  Die sind plötzlich da!" Haben die unbändigen Wesen Titus Leibing etwa für sich als Wirt entdeckt?

Kennzeichnend für die Monster aus dem Hause Leibing sind weiche Formen und poppige Farben. Gerne kleben Heftpflaster über Schrammen, die in einer wilden Monsterparty entstanden sein mögen. Aus Stümpfen fehlender Gliedmaßen spritzt synthetisches Blut. Augen, Zungen, Tentakel und Mäuler werden als Versatzstücke in Totems oder Mandalas aufgetürmt oder vielfach gespiegelt und bilden so ein neues Ganzes.

Neben der Arbeit mit Grafikprogrammen besteht jedoch ebenfalls das Interesse am handwerklichen Schaffen. Als eine Art Indoor-Straßenkunst verstehen sich die vielfältigen Collagen des Künstlers. So wie im realen urbanen Raum die verfügbaren Flächen Schicht um Schicht mit immer neuen Werbeplakaten, Graffitys und Aufklebern versehen werden, zeigen seine Arbeiten die Optik unserer Städte en miniature. Als Träger dienen Leinwände, aber auch Spolien, wie etwa Bierdeckel. Zwischen Werbebotschaft, typografischen Elementen und Farbspuren behaupten sich die Wesen und Kreaturen aus dem Paralleluniversum von TITUZ.

Bei der Montershow in unserer Projektgalerie waren ausgewählte Charaktere als Leinwand- und Posterprints sowie Streetart-Collagen zu sehen.

di-sa 10 - 13 | di-fr 14 - 18 Uhr

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